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Otto Gramcko

Der SPD-Politiker Otto Gramcko war nach Ende des Zweiten Weltkriegs erster Kreispräsident in Stormarn.

Ausbildung

Otto Gramcko besuchte die Volksschule und absolvierte anschließend eine kaufmännische Lehre.

Beruflicher Werdegang

Nach seiner Ausbildung arbeitete Otto Gramcko als kaufmännischer Angestellter. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm er eine Tätigkeit als Angestellter der Sozialversicherung auf.

Lebenslauf

Otto Gramcko war verheiratet und hatte zwei Kinder. 1940-1945 musste er als Wehrmachtsangehöriger Kriegsdienst leisten. Bei den Bombenangriffen der "Operation Gomorrha" auf Hamburg im Juli/August 1943 wurde seine Wohnung zerstört. Daraufhin zog er in den Kreis Stormarn.

Werk/Aktivitäten

Otto Gramcko engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung, er trat mit 18 Jahren dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) bei und war 1919-1930 Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Zugleich schloss er sich der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) an. Nach deren Auflösung 1931 und seinem vorübergehenden Übertritt zur KPD wurde Gramcko SPD-Mitglied. Nach dem Ende des Nationalsozialismus wirkte er als Mitglied in der Gemeindevertretung von Bünningstedt (heute Ammersbek). 1947 erhielt Gramcko sein erstes Mandat als Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen Landtag. 1949 übernahm er den Vorsitz der SPD-Fraktion im Kreistag, dem er 1948-1970 angehörte. Nachdem der Politiker 1950 sein Landtagsmandat verloren hatte, wurde er im selben Jahr durch Losentscheid erster Stormarner Kreispräsident. Dieses Amt bekleidete er bis 1951. Anschließend wurde er zum Vorsitzenden des Jugendpflegeausschusses gewählt und war Mitglied im Kreisausschuss. 1954-1971 saß er erneut als Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen Landtag und amtierte außerdem 1960-1968 als SPD-Kreisvorsitzender in Stormarn.

Zeitungsartikel zu Otto Gramckos Forderungen für die Verkehrspolitik, 1961

Bedeutung

Otto Gramcko zählt zu den bedeutendsten Stormarner Politikern der Nachkriegszeit sowie der 1950er- und 1960er-Jahre. Er engagierte sich u. a. für Verkehrspolitik und setzte sich früh für den Ausbau des Radwegenetzes ein.

Ehrungen und Preise

Verdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland (30.12.1966)

Eröffnungsworte von Otto Gramcko (2. v. l.) zur Ausstellung "100 Jahre Sozialdemokratie - 100 Jahre deutsche Geschichte" in Bad Oldesloe, 1963

Besonderheiten

Otto Gramcko wirkte an der Dokumentation der Geschichte von Stormarns Sozialdemokratie mit.

Familienname

Gramcko

Geburtsname

Otto

vollständige Vornamen

Otto Erwin

Rufname

Otto

Geburtsdatum

08.10.1901

Geburtsort

Hamburg

Sterbedatum

26.03.1990

Sterbeort

Großhansdorf

Begräbnisort

Ahrensburg

Geschlecht

männlich

Berufe

Angestellter

Funktionen, Rang

Landtagsabgeordneter, Kreistagsabgeordneter, Kreispräsident, SPD-Kreisvorsitzender

Eltern

Paul Gramcko (1869-1949); Martha Hermine Juliane Wilhelmine Gramcko, geb. Kröber (1872-1950)

Strukturansicht

Kreispräsident/in: Amtsinhaber

Kreistag 1948-1951: Mitglieder

Ältestenrat 1948-1951: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1948-1951: Mitglieder

Kreistag 1951-1955: Mitglieder

Kreisausschuss 1951-1955: Mitglieder

Personalausschuss 1951-1955: Mitglieder

Jugendpflegeausschuss 1951-1955: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1951-1955: Mitglieder

Kreistag 1955-1959: Mitglieder

Ältestenrat 1955-1959: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1955-1959: Mitglieder

Kreistag 1959-1962: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1959-1962: Mitglieder

Kreistag 1962-1966: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1962-1966: Mitglieder

Kreistag 1966-1970: Mitglieder

Verkehrsausschuss 1966-1970: Mitglieder

Literatur

  • Alfred Schulz : Otto Gramcko. In: Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holstein: Themenband : 125 Jahre Sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Schleswig-Holstein. Kiel, Neuer Malik-Verlag 1988S. 630-633., GVK: 1689868082
  • Uwe Danker : Landespolitik mit Vergangenheit : geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der personellen und strukturellen Kontinuität in der schleswig-holsteinischen Legislative und Exekutive nach 1945 / Uwe Danker, Sebastian Lehmann-Himmel ; durchgeführt im Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Husum, Husum 2017, GVK: 875856268

Weitere Literatur