Dorf Bunebutle

Bunebutle ist eine spätmittelalterliche Dorfwüstung im Süden des Kreises Stormarn.

Lage

Bunebutle lag zwischen den Dörfern Glinde und Schönningstedt.

Geschichte

Der Ortsname Bunebutle bedeutet "Siedlung des Bundo“ und verweist auf eine frühe Entstehung. 1224-1323 lässt sich Bunebutle als bewohnte Siedlung verfolgen. 1251 ist erstmals bezeugt, dass es zum Kirchspiel Kirchsteinbek, gehörte.1253 verkaufte der Stormarner Präfekt (Overbode) Hartwig mit seinen Brüdern dem Kloster Reinbek vier Bunebutler Hufen. Das Erzbischöfliche Zehntregister bezieht sich 1424 nur noch auf die Äcker des Dorfes, Höfe gab es nicht mehr. In der Trittauer Amtsrechnung von 1492 ist das nunmehr wüst liegende Bunebutle nicht mehr verzeichnet. Bunebutle dürfte einst kaum mehr als vier Hufen umfasst haben.

An der Grenze Glindes zu Schönningstedt deuten Flurnamen auf das wüste Bunebutle. Die genaue Lage ließ sich jedoch nicht ermitteln. Die Glinder Vermessungskarte nennt 1775 die Bohmbüttler Rie, die Schönningstedter Karte 1777 den Bummelskamp. Auch der Bach Bohmbuttler Rie erinnert an die Wüstung. Bunebutle wurde zur totalen Ortswüstung. Ein Teil der Gemarkung kam zu Glinde, der andere zu Schönningstedt. Die aufgegebenen Äcker wurden zu Wald und Heide.

Bundesland

Schleswig-Holstein

Ersterwähnung / Gründung

1224

Auflösungsdatum

vor 1424

Kirchspiel Kirchsteinbek: Dörfer

Literatur

  • Bock, Günther: Wüstungen in Stormarn Teil 1 ; Wüstungen in den Kirchspielen Kirchsteinbek und Alt Rahlstedt. In: Jahrbuch für den Kreis Stormarn ..., Großhansdorf: ProFunda-Verl, Band 32 (2014), S. 6-35, GVK: 783112440
  • Prange, Wolfgang: Holsteinische Flurkartenstudien Dörfer und Wüstungen um Reinbek. Schleswig, Arbeitsgemeinschaft für Landes- und Volkstumsforschung 1963, GVK: 043982425

Weitere Literatur