Stormarnschule

Die Stormarnschule in Ahrensburg ist das zweitälteste Gymnasium im Kreis.

Aufgabe/Zuständigkeit

Ziel der Stormarnschule ist es, ihre Schüler wahlweise zum Ersten allgemeinbildenden Abschluss, dem Mittleren Schulabschluss, der Fachhochschulreife, der Allgemeinen Hochschulreife oder dem Baccalauréat (französischer Hochschulzugang) zu führen. Die Schüler kommen vor allem aus Ahrensburg, aber auch aus den umliegenden Orten Großhansdorf, Lütjensee und Ammersbek.

Struktur

Die Stormarnschule ist ein vierzügiges Gymnasium, das seit dem Schuljahr 2017/18 wieder von G8 auf G9 umgestellt wird. Regelmäßig bietet es in der Sekundarstufe II Profilkurse im naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen, sprachlichen (AbiBac), musischen und sportlichen Bereich an.

Einweihung des Erweitungsbaus, 1958

Geschichte

Hervorgegangen ist die Stormarnschule aus einer Höheren Mädchenschule und Vorschule für Knaben, die 1906 von Eltern als Privatschule gegründet worden war. Der Unterricht begann mit zwei Klassen in einem angemieteten Haus in der Bismarckallee 5.

1911 zog die Schule mit inzwischen zehn Klassen in das neu errichtete Schulgebäude in der Waldstraße 14 um. Die Schüler kamen auch aus den umliegenden Dörfern, aus Rahlstedt, Bargteheide und Großhansdorf. Seit 2017 steht das Schulgebäude mit Turnhalle aus dem Jahr 1910/11 unter Denkmalschutz.

1927 wurde aus der Privatschule unter dem Namen „Stormarnschule“ eine öffentliche Rektoratsschule in der Trägerschaft der Landgemeinde Ahrensburg. 1931 erhielt die Schule einen ersten Anbau mit Fachräumen, unter anderem für Physik, Kunst und Musik. 1936 wurde die Stormarnschule in ein Realgymnasium umgewandelt, an dem auch die Abiturprüfung abgelegt werden konnte. Die erste Reifeprüfung fand 1944 statt. Seitdem haben über 4.000 Schüler die Abiturprüfung erfolgreich absolviert.

Massive Beeinträchtigungen für die schulische Arbeit brachten die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg mit sich. Die Schüler wurden zu Arbeiten in nationalsozialistischen Jugendorganisationen, in der Landwirtschaft, für Sammlungen und als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Zeitweise musste die Schule wegen Kohlenmangels schließen, die Turnhalle wurde zu einem Getreidelager umfunktioniert. 1943 zog ein Teil der Kreisverwaltung Stormarn aus Wandsbek in das Schulgebäude ein und der Unterricht wurde auf verschiedene Räume außerhalb der Schule verteilt. 1945 beherbergte das Schulgebäude ein Lazarett. Erst im Januar 1946 startete wieder ein regulärer Schulbetrieb.

Mit dem Wachstum der Stadt Ahrensburg erhöhte sich auch die Schülerzahl der Stormarnschule kontinuierlich, so dass man im Abstand weniger Jahre (1951, 1958, 1969, 1984) weitere Anbauten errichtete. Zudem wurden sogenannte Entlastungsschulen gegründet: das Gymnasium Großhansdorf (1967), in Bargteheide das Kreisgymnasium (1972) und das Gymnasium Am Heimgarten in Ahrensburg (1973) . 1963 entstand hinter der Stormarnschule zum Bargenkoppelredder ein schuleigener Sportplatz. 1984 wurde der Eduard-Söring-Saal mit einer besonderen Orchester-Akustik erbaut. 1996 erhielt die Schule eine Drei-Felder-Sporthalle und 2011 eine Cafeteria, um Schüler bei Ganztagsunterricht mit Mahlzeiten zu versorgen.

Pädagogische Schwerpunkte der Stormarnschule stellen die musische und die interkulturelle Arbeit dar. Seit den 1960er-Jahren wurden nach und nach Orchester und Chöre für alle Alters- und Leistungsstufen ins Leben gerufen, darunter das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg. Seit 1995 werden interessierte Schüler durch einen speziellen Musikzweig besonders gefördert. Zur interkulturellen Arbeit gehören neben vielfältigen Austauschprogrammen ab 2002 der bilinguale Unterricht und vor allem das 2011 gestartete AbiBac-Profil, das den Schülern neben dem Abitur auch den französischen Schulabschluss ermöglicht.

Leitungen

Michaela Witte seit 2004
Hans-Christian Frahm 1988-2004
Hans-Gert Kirsche 1971-1988
Herbert Lütt 1970-1971
Heinz Tiemann 1960-1970
Heinrich Niekerken 1946-1960
Heinrich Sievers 1935-1946
Friedrich Bielz 1931-1934
Hans Graefe 1927-1931
Else Mehlis 1906-1927

Teilnehmerentwicklung

Schüler/innen
2017 865
2007 773
1997 613
1987 755
1977 774
1967 1029
1957 873
1947 520
1937 118
1927 36
Lehrkräfte
2018 74

Partnerschaften

Seit 2011 AbiBac-Partnerschaft mit dem Lycée Jean-Dautet in La Rochelle.

Besonderheiten

Ein regelmäßiger Schüler-Austausch findet statt mit Schulen in Frankreich (Collège Jean Jaurès in Castres, Lycée Brocéliande in Guer, Collège Alexis Kandelaft in Lyon), Großbritannien (Woodbridge School), Polen (1. Akademisches Lyceum in Gdynia), Bulgarien (Gymnasium Professor Konstantin Galabov), Hongkong (Baptist University Affiliated School) und China (Yuying Foreign Languages School in Nanjing).

An der Stormarnschule können Sprachabschlüsse bis zum Großen Latinum und französische DELF-Sprachdiplome erworben werden.

Die Stormarnschule ist seit 2006 Mitglied der World Education Alliance (WEA) und seit 2015 Modellschule des Projekts „Lernen mit digitalen Medien“. 2019 wurde sie zur Europaschule ernannt.

Persönlichkeiten

Ehemalige Stormarnschüler:

Dagmar Berghoff GND: 121683397
Jan Wagner GND: 122751493
Jonathan Meese GND: 121900126
Marc Fielmann

Links

Wikipediaartikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Stormarnschule (Zugriff am 10.06.2019)

14 400
Stormarnschule school 53.6691210000 10.2406040000

Name

Stormarnschule

Bildungsform

Sekundarbereich II

Sitz

Waldstraße 14, 22926 Ahrensbug

GPS-Standort

53° 40' 8'' N, 10° 14' 26'' O

Gründungsdatum

1927

Leitung

Oberstudiendirektorin Michaela Witte

Anzahl Schüler/ Auszubildende/ Studierende

842 (2018/2019)

Träger

Stadt Ahrensburg

Literatur

  • Kirsche, Hans-Gert: Beiträge zur Geschichte der Stormarnschule Ahrensburg besorgt und vorgelegt zur 50-Jahr-Feier der Stormarnschule im Mai 1977. Ahrensburg, Stormarnschule 1977, GVK: 056213360
  • Stormarnschule Ahrensburg: Festschrift 75 Jahre Stormarnschule Ahrensburg. Ahrensburg, Stormarnschule 2002, DNB: 987248235

Weitere Literatur