Schüberg

Der bewaldete Schüberg im Ortsteil Hoisbüttel in der Gemeinde Ammersbek ist ein landschaftsprägender Berg sowie ein beliebtes Naherholungsziel.

Geschichte

Der Schüberg ist nach seiner Form ein steil aufragender Spitzkegelberg und zusammen mit dem Blocksberg südlich des Bredenbeker Teiches Teil einer Stauchmoräne, die in der Weichsel-Kaltzeit entstanden ist.

Wegen seiner geologischen und ökologischen Bedeutung wurde er vom Kreis Stormarn 1987 als Geschützter Landschaftsbestandteil nach § 18 Landesnaturschutzgesetz ausgewiesen.

Die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1379. Damals reiste der Hamburger Vogt Tymmo zum Schüberg (iuxta Schuuberghen) und bekam für diese Reise 11 Schilling von der Hamburger Kämmerei erstattet.

Flora und Fauna

Der Schüberg ist mit einem artenarmen Buchen-Mischwald bestanden. An seinem südlichen und östlichen Rand befindet sich eine gut unterhaltene Saumvegetation.

Ökologische Bedeutung

Wegen seiner spezifischen Flora und Fauna am Rande des Siedlungsgebietes, ansonsten in einer damals von landwirtschaftlichen Flächen und Knicks umgebenen Gebiet im waldarmen Süden des Kreises Stormarn ist der Schüberg ein wichtiger Trittstein der Natur.

Seit Mitte der 1980er Jahre wurden die östlich und nördlich angrenzenden früheren Ackerflächen des ehemaligen Gutes Hoisbüttel, die mittlerweile der Gemeinde Ammersbek gehören, von ihr aufgeforstet. Daher wird sich mittelfristig die ökologische Bedeutung auch des Schübergs etwas verschieben.

Nutzung

Über den Schüberg führt ein beliebter Wanderweg.

Auf seiner Spitze steht ein Gedenkstein für die Gräfin Hedwig von Schmettau (1792-1858), eine frühere Besitzerin des Gutes Hoisbüttel. Diesen haben die Einwohner "zur Erinnerung an die wohlwollende Gräfin" 1867 gesetzt.

Besonderheiten

Um den Schüberg gibt es mehrere volkstümliche Sagen.

In unmittelbarer Nähe steht das kirchliche Kulturzentrum "Haus am Schüberg".

Datierung Schutzstellung

06.10.1987

14 400
Schüberg local_florist 53.6875010000 10.1750780000

GPS-Standort

53° 41' 15'' N, 10° 10' 30'' O

höchster Punkt

63 m über NN

Literatur

  • Hubrich-Messow, Gundula [Hrsg.]: Sagen und Märchen aus Stormarn. Husum-Dr.- und Verl.-Ges. 1991, GVK: 118901877
  • Posern, Erwin: Geschützte Landschaftsbestandteile in Stormarn. Neumünster, Wachholtz 1991, GVK: 1002790492
  • Koppmann, Karl: Kämmereirechnungen der Stadt Hamburg : 1350-1562. Hamburg, Grüning 1869, GVK: 625610660

Weitere Literatur