Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Das St. Adolf-Stift in Reinbek ist das größte Krankenhaus in Stormarn.

Unternehmensziel und Produkte

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung. Schwerpunkte sind die internistische, die chirurgische und die gynäkologische Versorgung sowohl stationärer als auch ambulanter Patienten. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich vorrangig auf den Süden der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie auf die Stadt Hamburg.

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg leistet es seinen Beitrag zur Ausbildung im Ärztebereich und mit seiner Pflegeschule St. Adolf-Stift Reinbek im pflegerischen Bereich.

Struktur

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist eine gemeinnützige Gesellschaft des katholischen Elisabeth Vinzenz Verbundes (EVV). Es wird durch das Krankenhaus-Direktorium geleitet. Dieses besteht aus dem Kaufmännischen Direktor, der zugleich Geschäftsführer des Unternehmens ist, dem Ärztlichen Direktor sowie dem Pflegedirektor.

Das Krankenhaus mit seinen 351 Planbetten (Stand 2021) besteht aus drei Fachkliniken – die Medizinische Klinik mit Kardiologie, Gastroenterologie und Nephrologie, die Chirurgische Klinik mit Gefäßmedizin und -chirurgie, Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie sowie Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie die Frauenklinik mit Gynäkologischer Abteilung und Geburtshilfe. Außerdem existieren zusätzliche Fachabteilungen, z. B. die Zentren für interventionelle Diagnostik und Therapie, sowie eine Zentrale Notaufnahme und eine Intensiv- und Intermediate Care-Station. Über 900 medizinische Beschäftigte, darunter mehr als 150 Ärzte und rund 500 Pflegekräfte, stehen den Patienten zur Verfügung.

Postkarte, 1932

Geschichte

Der Hamburger Kaufmann Adolph Schramm überließ 1884 der katholischen Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth sein kurz zuvor erworbenes Landhaus in der Talstraße (heute Maria-Merkert-Straße) in Reinbek zur Nutzung als Erholungsheim. Zum 30.04.1884 erhielt der Orden die Genehmigung zur Krankenpflege und richtete dort ein kleines Siechen- und Krankenhaus ein. Seitdem war die Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth (KWA) Träger dieser Einrichtung. Nach Schramms Tod 1887 erfolgte zunächst die Umwandlung des Grundbesitzes in die Schramm’sche Stiftung. 1890 schenkte Schramms Witwe der Ordensgemeinschaft das Grundstück.

Am 28.02.1898 wurde ein Neubau als St. Adolf-Stift – benannt nach dem heiligen Adolf, dem Namenspatron von Schramm – eingeweiht. Die medizinische Betreuung übernahmen Ärzte aus Reinbek und Umgebung. Während des Ersten Weltkriegs versorgte die Einrichtung Kriegsgefangene, Flüchtlinge aus Ostpreußen und unterernährte Kinder.

Ab 1913 vergrößerte sich das Krankenhausgelände durch den Zukauf benachbarter Grundstücke bedeutend. 1930 verfügte das St. Adolf-Stift mit seinem Anbau bereits über 80 Betten. Während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die Wehrmacht das Krankenhaus als Pflegeeinrichtung zunächst für lungenkranke, dann als Lazarett für kriegsversehrte Soldaten. Anschließend war es zeitweilig ein Belegkrankenhaus.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die medizinische Pflege ausschließlich durch die Ordensschwestern gewährleistet. Mit der Einrichtung einer Krankenpflegeschule 1952 auf dem Gelände übernahmen sukzessive zivile Pflegekräfte deren Aufgaben.

Aufgrund der Erweiterungs- und Neubauten 1954, 1976 und 1995 wuchs die Zahl der Planbetten auf 327 an. Parallel wurde die Regelversorgung weiter ausgebaut. Mit der 1976 eingeweihten Rettungsstation konnte die Notfallversorgung im Südstormarner Raum gesichert werden. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das St. Adolf-Stift, auch aufgrund seiner Spezialgebiete wie z. B. der Gefäßchirurgie oder der Krebs- und Transgenderbehandlung der Frauenklinik, zu einem Krankenhaus mit überregionaler Bedeutung. 2008 richtete das Krankenhaus die bislang einzige Babyklappe im Kreis Stormarn ein. Seit 2014 bietet es Frauen außerdem die Möglichkeit einer vertraulichen oder einer anonymen Geburt. 2020 versorgte das St. Adolf-Stift rund 19.000 stationäre und 25.000 ambulante Patienten.

Nach dem Zusammenschluss der KWA mit der Katholischen Bernward Stiftung Hildesheim 2014 gehört das St. Adolf-Stift dem EVV an, einem deutschlandweiten Verbund von katholischen Gesundheits- und Krankeneinrichtungen.

Leitung

Geschäftsführer und kaufmännischer Direktor: Björn Pestinger
Ärztlicher Direktor: Stefan Jäckle
Pflegedirektor: Nils-Michael Wulf

Besonderheiten

Auf dem Gelände des Krankenhauses befindet sich neben dem Provinzhaus der Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth, 1908-2003 eines von fünf Provinzhäuser des Ordens, auch ein Altersheim der Schwestern.

Persönlichkeiten

Adolf von Tecklenburg, Heiliger GND: 135538041
Adolph Schramm

Links

Zum St. Adolf-Stift: www.reinbeker-geschichten.de/das-st-adolf-stift/ (Zugriff am 20.09.2021)

Zur Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth: https://de.wikipedia.org/wiki/Kongregation_der_Schwestern_von_der_hl._Elisabeth (Zugriff am 20.09.2021)

Zum Krankenhaus Reinbek im Elisabeth Vinzenz Verbund: www.elisabeth-vinzenz.de/einrichtungen/krankenhaeuser/krankenhaus-reinbek-st-adolf-stift (Zugriff am 20.09.2021)

Beschreibung Logo

Skizze der heiligen Elisabeth in Blau vor roséfarbenem Quadrat. Daneben links blauer Schriftzug „Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift“ in zwei Zeilen geteilt durch roséfarbenen Querstrich. Darunter kleinerer Schriftzug in Rosé „Beste Medizin. Ganz nah“.

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Name

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift GmbH

Rechtsform

GmbH

Sitz

Hamburger Str. 41, 21465 Reinbek

GPS-Standort

53° 30' 37'' N, 10° 14' 27'' O

Gründungsdatum

30.04.1884

Branchen

sonstige Dienstleistungen

Leitung

Geschäftsführer Björn Pestinger

Mitarbeiter

ca. 1.100

Strukturansicht

Literatur

  • Museumsverein Reinbek: 775 Jahre Reinbek ein langer Weg zur Stadt$dBegleitheft zur Ausstellung im Schloss Reinbek - Stormarnzimmer. Reinbek, 2013, GVK: 1010182013
  • Bavendamm, Dirk 1938-: Reinbek eine holsteinische Stadt zwischen Hamburg und Sachsenwald. Reinbek, Magistrat der Stadt 1988, GVK: 157602702

Weitere Literatur