Krankenhaus Reinbek, St. Adolf-Stift, Gesamtanlage

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift (Gebäude)

Das St. Adolf-Stift in Reinbek ist das größte Krankenhaus im Kreis Stormarn.

Anbau vor der Fertigstellung, 1976

Außenarchitektur

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist ein Gebäudekomplex mit Bauabschnitten aus verschiedenen Jahrzehnten in unterschiedlicher Architektur. Das 1897/98 erbaute Ursprungsgebäude mit seiner Kapelle wurde – wie die beiden Erweiterungen von 1930 und 1954 – als roter Backsteinbau mit pfannengedecktem Satteldach errichtet. Ebenso ist das 1995 erbaute Bettenhaus ein Rotziegelbau.

Die Gebäudeabschnitte von 1976, 2011 und 2017 sind bis zu fünfgeschossige Stahlbetonbauten mit Flachdächern, die mit Fassadenplatten verkleidet sind und teilweise gestaffelte Fassaden besitzen. Der Haupteingang wurde 1976 über einer großen Freitreppe geschaffen.

Zum Krankenhausgelände gehört eine großzügige Gartenanlage, die Patienten und Besuchern zur Verfügung steht. Im Süden ist ein Hubschrauberlandeplatz integriert.

Ein zweistöckiges Parkhaus neben dem Krankenhaus erweitert die eingeschränkten Parkmöglichkeiten an der Hamburger Straße.

Auf dem Grundstück liegt, etwas zurückgesetzt, das Schwestern-Altenheim St. Elisabeth mit einer eigenen Kapelle.

Innenarchitektur

Im Eingangsbereich befinden sich der Empfang, ein Kiosk, die Zentrale Notaufnahme und eine 1999 fertiggestellte, frei zugängliche Kapelle. Personen- und Bettenfahrstühle sowie mehrere Treppenhäuser führen zu den Stationen in den oberen Stockwerken. Diese werden durch Mittelflure erschlossen.

Außenansicht mit Kapelle, 1932

Geschichte

1884 erhielt die katholische Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth die Erlaubnis zur Krankenpflege in Reinbek in einem von dem Hamburger Kaufmann Adolph Schramm gestifteten Fachwerkhaus. 1897 wurde es durch einen Neubau ersetzt und unter dem Namen St. Adolf-Stift eingeweiht, nach dem Namenspatron von Schramm.

Mehrere Erweiterungs-, Um- und Neubauten ab 1930 ließen das Krankenhaus auf seine jetzige Größe mit über 350 Planbetten anwachsen. 2006/07 wurde für die hauseigene Krankenpflegeschule und die kaufmännische Abteilung ein separates Gebäude errichtet. 2011 erhielt die Rettungswache an der Hamburger Straße einen Neubau.

Nutzung

Das Krankenhaus St. Adolf-Stift Reinbek ist ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung insbesondere der Bevölkerung im Süden der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie im benachbarten Hamburg. Im Erdgeschoss betreibt die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg eine Notfallpraxis.

Teile des Ursprungsgebäudes von 1897 werden heute noch von den Ordensschwestern als Wohn- und Arbeitsräume genutzt. In der dortigen Kapelle finden zu festen Zeiten öffentliche Gottesdienste statt.

Erhaltungszustand

Der Gebäudekomplex und die Außenanlagen sind durch regelmäßige Instandhaltung in einem guten Zustand.

Besonderheiten

Das Krankenhaus ist eine konfessionelle, römisch-katholisch ausgerichtete Einrichtung.

Persönlichkeiten

Adolf von Tecklenburg, Heiliger GND: 135538041
Adolph Schramm

Links

Website des Krankenhauses St. Adolf-Stift Reinbek: www.krankenhaus-reinbek.de (Zugriff am 28.09.2021)

Zum St. Adolf-Stift: www.reinbeker-geschichten.de/das-st-adolf-stift (Zugriff am 28.09.2021)

Wikipediaartikel zu den Schwestern der Heiligen Elisabeth: https://de.wikipedia.org/wiki/Kongregation_der_Schwestern_von_der_hl._Elisabeth (Zugriff am 28.09.2021)

14 400
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift (Gebäude) business 53.5103420000 10.2410060000

Ort

Hamburger Straße 41, 21465 Reinbek

GPS-Standort

53° 30' 37'' N, 10° 14' 27'' O

Planer/Architekt

1976: Dr.-Ing. Jüchser, Hamburg; 1995: Sieglitz und Neupert, Hamburg; 2017: Tönnies, Schröder, Jansen, Lübeck

Errichtungsdatum

ab 1897

Strukturansicht

Literatur

  • Museumsverein Reinbek: 775 Jahre Reinbek ein langer Weg zur Stadt$dBegleitheft zur Ausstellung im Schloss Reinbek - Stormarnzimmer. Reinbek, 2013, GVK: 1010182013
  • Bavendamm, Dirk 1938-: Reinbek eine holsteinische Stadt zwischen Hamburg und Sachsenwald. Reinbek, Magistrat der Stadt 1988, GVK: 157602702

Weitere Literatur