Museum Rade

Das Museum Rade am Schloss Reinbek beherbergt die umfangreichen Sammlungen des Schriftstellers und Ethnografen Rolf Italiaander.

Aufgabe/Zuständigkeit

Die Einrichtung dient dem Erhalt von Kulturgut, der Forschung und Bildung und ist dem Gedanken eines brüderlichen Miteinanders aller Nationen, Rassen und Religionen verpflichtet.

Struktur

Seit Sommer 2017 ist das Museum aufgrund von Plänen zur Umgestaltung geschlossen.

Rolf Italiaander im Gespräch mit Karl Eduard Claussen und Maria Heitmann, 1979

Geschichte

Im Jahre 1970 eröffnete der in Hamburg lebende Schriftsteller, Übersetzer und Kunstsammler Rolf Italiaander (1913-1991) gemeinsam mit seinem Partner Hans Ludwig Spegg am Rader Weg im Ortsteil Rade der Gemeinde Tangstedt in einem reetgedeckten, zu diesem Zweck restaurierten und umgebauten ehemaligen Hufnerhaus das „Museum Rade im Naturpark Oberalster“. In dieser privaten Ausstellung vereinte er seine Sammlung der Volkskunst und die vielgestaltigen Objekte, die er von seinen zahlreichen Reisen in ferne Länder mitgebracht hatte. 1983 erhielt dieses Museum mit der „Stiftung Sammlung Rolf Italiaander/ Hans Spegg“ eine neue Trägerschaft.

Nach einer zweijährigen Schließung zog die Sammlung im Mai 1987 nach Reinbek zum Mühlenteich in eine Gründerzeit-Villa gegenüber dem Schloss um, die die Stadt Reinbek der Stiftung zur Verfügung stellte. Rolf Italiaander richtete die Räume dort noch persönlich ein. Nach dem Ableben von Italiaander und Spegg gingen sowohl die große Kunstsammlung des Schriftstellers als auch dessen Vermögen an die Stiftung über.

Das Museum präsentierte auf vier Etagen eine abwechslungsreiche Dauerausstellung und regelmäßige Sonderausstellungen. Die Schwerpunkte lagen unter anderem auf Bildern der internationalen naiven Malerei, afrikanischer Volksskunst und Werken der Hamburger Sezession. Zu sehen waren auch künstlerische Erzeugnisse berühmter Persönlichkeiten wie Gustaf Gründgens, Anneliese Rothenberger, Hermann Hesse oder James Krüss.

Persönlichkeiten

Rolf Italiaander GND: 11855610X

Links

Artikel "Museum Rade" auf der Website der Kreisverwaltung Stormarn: https://www.kreis-stormarn.de/freizeit-und-tourismus/museen/index.html (Zugriff am 20.11.2018)

Benutzungs- und Gebührenordnung für das Museum Rade auf der Website der Stadt Reinbek: https://www.reinbek.de/files/stadt_politik/284.pdf (Zugriff am 20.11.2018)

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Museum Rade school 53.5071350000 10.2521160000

Name

Museum Rade am Schloss Reinbek

Sitz

Schloßstraße 4, 21465 Reinbek

GPS-Standort

53° 30' 25'' N, 10° 15' 7'' O

Gründungsdatum

12.09.1970

Träger

Stiftung Sammlung Rolf Italiaander/ Hans Spegg

Literatur

  • Gröwer, Karin: Studie: Zukunftssicherung der Stormarner Museumslandschaft. Bad Oldesloe, 2001, GVK: 897257073

Weitere Literatur