Ausbildung
Friedrich Wilhelm von Schütz studierte 1777-1779 Rechtswissenschaft in Leipzig und schloss mit einer Promotion ab.
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Friedrich Wilhelm von Schütz war Literat, politischer Schriftsteller und Journalist sowie Gutsbesitzer in Hoisbüttel.
Friedrich Wilhelm von Schütz studierte 1777-1779 Rechtswissenschaft in Leipzig und schloss mit einer Promotion ab.
Friedrich Wilhelm von Schütz wurde als Sohn von Julius Ernst von Schütz, Erb-, Lehns- u. Gerichtsherr in Erdmannsdorf (Sachsen) geboren. Als Student trat er einer Freimaurerloge bei. Vor 1781 heiratete er Johanna Sophia Rolle.
Ab 1782 unternahm er mehrere Reisen, u. a. nach England, Frankreich und in die Schweiz. Durch seine Verbindung zu Adolph Knigge wurde er Adept des Illuminatenordens in Hamburg.
Ab 1787 lebte er in Altona (heute Hamburg) in bescheidenen Verhältnissen. Dort trat er in die Loge „Ferdinand zum Felsen“ ein. Als Freimaurer trat Schütz für die gleichberechtigte Mitgliedschaft von Juden ein. 1792 war er Mitbegründer der Loge „Einigkeit und Toleranz“ in Hamburg.
Aus Hamburg 1793 aufgrund seiner publizistischen Tätigkeit vertrieben, kehrte Schütz nach Erdmannsdorf zurück und übernahm kurzfristig das Rittergut seines verstorbenen Vaters. Im Herbst 1793 kaufte er das Adlige Gut Hoisbüttel, das er um 1797 wieder veräußerte. In seinem dann erworbenen Anwesen in Othmarschen (heute Hamburg) nahm Schütz erneut bis 1801 seine politische und schriftstellerische Tätigkeit auf. 1805 übersiedelte er nach Hamburg und setzte dort seine journalistische Tätigkeit fort.
Ab 1813 wohnte er wieder in Altona und wurde Meister der Freimaurerloge „Carl zum Felsen“. Nach dem Tod seiner Ehefrau am 16.11.1819 übersiedelte er nach Zerbst (Sachsen-Anhalt).
Von Altona aus erschienen erste Veröffentlichungen. Von Juli 1792 bis April 1793 schrieb Friedrich Wilhelm von Schütz unermüdlich in seiner Zeitschrift „ Der Niedersächsische Merkur“ für einen Wandel in den deutschen Ländern und trat offen für den Umsturz der bestehenden Ordnung ein.
Insbesondere Preußen versuchte seine Zeitschrift zu verbieten und übte Druck auf Hamburg und Holstein aus. Durch den französischen Gesandten Louis-Grégoire Le Hoc in Hamburg gelangte er unter französische Gerichtsbarkeit.
Auf preußische und dänische Intervention hin wurde das Blatt im Dezember 1792 verboten. Mit der Zeitschrift „Neuer Proteus“ setzte Schütz seine Arbeit im Januar 1793 fort. Schon im Februar 1793 wurde auch sie verboten. Kurz danach wurde Le Hoc ausgewiesen und Schütz stand wieder unter Hamburger Gerichtsbarkeit. Auf preußischen Druck wurde er aufgefordert, Hamburg zu verlassen
Friedrich Wilhelm von Schütz gab politische und literarische Zeitschriften heraus, verfasste Reiseberichte sowie die ersten Biografien über den Philosophen Moses Mendelssohn und den dänischen Staatsminister Andreas Peter von Bernstorff.
Schütz gehörte während seiner Zeit in Hamburg und Altona (1787-1793) zu den produktivsten und radikalsten aufklärerischen Schriftstellern. Die Liste seiner Werke umfasst ca. 40 Titel.
Adolph Knigge GND: 11856370X
Julius Ernst von Schütz GND: 143873172
Andreas Peter von Bernstorff GND: 116147644
Moses Mendelsohn GND: 118580744
Louis-Grégoire Le Hoc GND: 1052872727
von Schütz
Friedrich Wilhelm
25.04.1758
Erdmannsdorf
09.03.1834
Zerbst
Journalist, politischer Schriftsteller, Literat und Gutsbesitzer
Johanna Sophia Friederike von Schütz, geb. Rolle (?-1819)
zwei Söhne, ein Stiefsohn
Julius Ernst von Schütz (1721-1793); Henrietta Wilhelmina von Schütz, geb. von Nostitz
Quelle: Wikimedia Commons