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Dorf Smalenbeke

Smalenbeke war ein ehemaliges, im Westen der heutigen Gemeinde Großhansdorf gelegenes Dorf.

Lage

Smalenbeke lag im Osten des Kirchspiels Bergstedt im Bereich des heutigen Ortsteils Schmalenbeck der Gemeinde Großhansdorf. Es war umgeben von den Dörfern Großhansdorf, Siek, Meilsdorf, Ahrensfelde und Woldenhorn.

Geschichte

Der Ortsname Smalenbeke bedeutet „Zum schmalen Bach”. Den frühesten Hinweis zum Dorf Smalenbeke bringt die Beurkundung der Holsteiner Landesteilung von 1314, als es aus der Herrschaft Adolfs VI. von Holstein-Schauenburg an Gerhard IV. von Holstein-Plön gelangte. 1320 befand es sich im Besitz von Johann III. von Holstein-Plön. Beim Tausch der Dörfer Ahrensfelde, Meilsdorf und Woldenhorn 1327 von Johann III. an das Kloster Reinfeld wurde Smalenbeke als Nachbardorf erwähnt. 1331 hatte Smalenbeke acht Hufen, deren namentlich genannte Wirte Grundheuer entrichteten, als die niederadlige Familie Tzabel das Dorf an das Hamburger Domkapitel verkaufte. Während der Domkapitelsfehde 1342/43 verursachte der in Schwarzenbek ansässige Ritter Marquard Wulf Zerstörungen und Räubereien in Smalenbeke.

1370 wurde Smalenbeke von der niederadligen Familie Rantzau an Hamburger Bürger veräußert, 1396 verkaufte der Knappe Henneke Rantzau seinen Anteil an den Knappen Henneke Hummersbutle. Der Knappe Bruneke von Alversloh verkaufte 1437 Smalenbeke und anderen Besitz an die Stadt Hamburg. Die geringen Kaufpreise deuten darauf hin, dass das Dorf 1370 bereits wüst lag.

Auf der Gemarkung wurde 1529 ein Teich genutzt. Um 1564 entstand dort der Hof Schmalenbeck als Ableger von Großhansdorf.

Wirtschaft

Neben den Hufen, auf denen man vorrangig Getreideanbau betrieb, wurde der Lauf des Baches Smalenbeke zu mehreren Teichen aufgestaut. An einem Teich in Dorfnähe wurde eine Wassermühle betrieben.

Bundesland

Schleswig-Holstein

Strukturansicht

Literatur

  • Bock, Günther : Wüstungen in Stormarn Teil 5: Wüstungen im Kirchspiel Bergstedt. 2017, In: Jahrbuch für den Kreis Stormarn ..., Großhansdorf: ProFunda-Verl., 1983, Bd. 36.2018 (2017), Seite 66-102, GVK: 100728921X

Weitere Literatur