Dorf Engenhusen

Engenhusen war ein im Westen der heutigen Stadt Ahrensburg gelegenes Dorf.

Lage

Engenhusen befand sich südlich des später aufgestauten Bredenbeker Teiches im Nordwesten der späteren Gemarkung Wulfsdorf, heute Stadt Ahrensburg. Benachbart lagen Haldesdorp, Wulfsdorf und Lotbeke. Auf der Wulfsdorfer Vermessungskarte von 1747 bezeichnet die Flur "Im Engen Brock" die Lage des einstigen Dorfes.

Geschichte

Der Ortsname „zu den Häusern des Engo, Ingo“ gehört zu den ältesten Toponymen im Kirchspiel Bergstedt.

Sowohl in seiner einzigen urkundlichen Erwähnung als bestehendes Dorf 1296 wie auch als wüste Feldmark 1486 wurde Engenhusen stets gemeinsam mit dem nördlich benachbarten Haldesdorp genannt. 1296 hatte die niederadlige Familie von Wesenberg ihren Zehnten aus Engenhusen an das Kloster Harvestehude verkauft. 1486 verkaufte der Knappe Luder Heest dem Knappen Detlev von Bockwolde die wüsten Feldmarken Engenhusen und Haldesdorp. Bockwolde veräußerte sie umgehend an das Zisterzienserkloster Reinfeld. Dieses integrierte beide wüsten Gemarkungen in seinen Besitz des Dorfes Woldenhorn. Engenhusen war vermutlich nur eine kleine Siedlung.

Wirtschaft

Die 1296 bestehende Zehntpflicht belegt die hier vorrangig betriebene Ackerwirtschaft zur Getreideerzeugung.

Bundesland

Schleswig-Holstein

Kreis / Kreisfreie Städte

Stormarn

Strukturansicht

Kirchspiel Bergstedt: Dörfer

Literatur

  • Günther Bock: Wüstungen in Stormarn. Tl. 5: Ksp. Bergstedt, in: Jb Stormarn 36 (2018), S. 66-102.. Großhansdorf, ProFunda 2018, In: Jahrbuch für den Kreis Stormarn, GVK: 100728921X

Weitere Literatur