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Riepsbek

Die Riepsbek ist ein Bach im mittleren Kreis Stormarn.

Lage

Die Riepsbek entspringt in Steinburg am Ostrand des Schattredders. Sie fließt zunächst nach Süden, biegt dann nach Westen ab und begleitet den Waldrand bis zum Radwanderweg. Der Wasserlauf unterquert diese Trasse und mündet kurz danach in den Köllerteich. Er verlässt den Teich an dessen Südspitze, unterquert die Landesstraße 92 und fließt nach Süden an Dwerkaten vorbei bis zur Bundesautobahn 21. Nach deren Unterquerung fließt die Riepsbek nach Südwesten durch das Naturschutzgebiet Kranika. Sie mündet in den Lütjensee, verlässt ihn bei Seebergen und fließt durch mehrere Teiche nach Südosten. Dann unterquert der Wasserlauf erneut die Bundesautobahn 21 und mündet in den Drahtteich, den er in Richtung Süden verlässt. Im Naturschutzgebiet Mühlenbachtal bei Trittau mündet die Riepsbek in den Trittauer Mühlenbach.

Geschichte

Das Tal der Riepsbek entstand nach dem Ende der letzten Eiszeit in der Endmoränenlandschaft. Durch Absenkung des Wasserspiegels im Lütjensee im 18. Jh. fiel die Niederung Kranika trocken. Die Riepsbek wurde später auf ganzer Länge begradigt und vertieft. In diesem Zusammenhang fielen viele Grünlandflächen in Ufernähe brach. Röhrichte, Seggenrieder und Erlenbruchwald breiteten sich aus.

1993 wurde die Riepsbek durch eine gemeinsame Aktion des Kreises Stormarn und des NABU Bad Oldesloe am Schattredder auf dem Flurstück Langenwisch entrohrt und ihre Sohle höher gelegt. Wo vorher eine brachgefallene Grünlandfläche war, entstanden mehrere Flachwasserzonen sowie Röhrichte, Weidengebüsch und Erlenwald. So konnte der ehemalige Ausbau rückgängig gemacht werden. Nur eine kurze Strecke von ca. 70 m blieb verrohrt, da ein Ankauf nicht möglich war.

Flora und Fauna

Die Quelle liegt in einem Buchenwald, bevor die Riepsbek eine ausgedehnte Röhrichtfläche, ein Simsenried und einen kleinen Erlenbruch durchquert. Im Unterlauf gibt es ausgedehnte Röhrichte und Erlen-Eschen-Auwälder. Am Schattredder liegt der Brutplatz eines Kranichpaares.

Ökologische Bedeutung

Die Riepsbek dient als Verbundachse mehrerer Schwerpunktbereiche im Biotopverbundsystem. Sie ist als erheblich verändert im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie eingestuft.

Nutzung

Die Riepsbek dient als Vorfluter für ihr Einzugsgebiet, für dessen Unterhaltung der Gewässerpflegeverband Bille zuständig ist.

Datierung Schutzstellung

13.11.2007

Begründung Schutzstellung

Das Naturschutzgebiet Mühlenbachtal bei Trittau (05.06.1986) dient dem Erhalt eines weitgehend natürlichen Bachverlaufs. Das Naturschutzgebiet Kranika (16.12.1993) schützt einen Talraum mit einem strukturreichen Nieder- und Hochmoorkomplex. Beide Naturschutzgebiete sind seit 13.11.2007 auch FFH-Gebiete. Die Landschaftsschutzgebiete Grönwohld (14.06.2006), Lütjensee (14.06.2006), Sprenge (27.06.2003) und Trittau (02.11.2016) dienen dem Schutz der Lebensgemeinschaften und dem Erhalt des Landschaftsbildes.

Bundesland

Schleswig-Holstein

Kreis/Kreisfreie Städte

Stormarn

Anrainerorte

Steinburg mit dem Ortsteil Sprenge, Lütjensee mit dem Ortsteil Dwerkaten, Grönwohld, Trittau

Flusssystem

Bille

Länge

8.6 km

Quelle

Steinburg südlich Sprenge

GPS Quelle

53° 44' 58'' N, 10° 30' 33'' O

Mündung

Grönwohld

GPS Mündung

53° 38' 1'' N, 10° 24' 12'' O

Mündungshöhe

34 m über NN

linke Nebenflüsse

Ein namenloser Zufluss im NSG Kranika

rechte Nebenflüsse

Zwei namenlose Bäche im Schattredder, ein Zufluss kurz vor der Einmündung in den Köllerteich, Kopperbek, Bollbek, Schaafbek

Einzugsgebiet

6 km2