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Museum Rade

Das Museum Rade am Schloss Reinbek beherbergte bis 2018 die umfangreichen Sammlungen des Schriftstellers und Ethnografen Rolf Italiaander.

Aufgabe/Zuständigkeit

Die Einrichtung diente dem Erhalt von Kulturgut, der Forschung und Bildung. Sie war der "brüderlichen Zusammenarbeit aller Nationen, Rassen und Religionen" verpflichtet.

Rolf Italiaander im Museumsgebäude in Rade, 1982
Afrika-Abteilung im Museum Rade, 1982

Geschichte

1970 eröffnete der in Hamburg lebende Schriftsteller, Übersetzer und Kunstsammler Rolf Italiaander mit seinem Lebenspartner Hans Ludwig Spegg im Ortsteil Rade der Gemeinde Tangstedt in einem reetgedeckten, zu diesem Zweck restaurierten und umgebauten ehemaligen Hufnerhaus das „Museum Rade im Naturpark Oberalster“. In dieser privaten Ausstellung vereinte er seine Sammlung der Volkskunst und die vielgestaltigen Objekte, die er von seinen zahlreichen Reisen in ferne Länder mitgebracht hatte. 1986 erhielt das Museum mit der „Stiftung Sammlung Rolf Italiaander/ Hans Spegg“ eine neue Trägerschaft.

Nach zeitweiliger Schließung zog die Sammlung im Mai 1987 als „Museum Rade" nach Reinbek zum Mühlenteich in eine Gründerzeit-Villa gegenüber von Schloss Reinbek, die die Stadt der Stiftung zur Verfügung gestellt hatte. Rolf Italiaander richtete die Räume dort noch persönlich ein. Nach seinem Tod 1991 gingen seine große Kunstsammlung und sein Vermögen an die Stiftung über.

Das Museum präsentierte auf vier Etagen eine abwechslungsreiche Dauerausstellung und regelmäßige Sonderausstellungen. Die Schwerpunkte lagen u. a. auf Bildern der internationalen naiven Malerei, afrikanischer Volkskunst und Werken der Hamburger Sezession. Zu sehen waren auch künstlerische Erzeugnisse berühmter Persönlichkeiten wie Gustaf Gründgens, Anneliese Rothenberger, Hermann Hesse oder James Krüss.

Im Sommer 2017 wurde das Museum Rade zunächst aufgrund von Plänen zur Umgestaltung vorübergehend, 2018 endgültig geschlossen. Die Sammlung Rolf Italiaander/ Hans Spegg zog ins Schloss Reinbek, wo sie als Sonderabteilung „Sammlung Rolf Italiaander. Reinbeks Forum der Völker" anlässlich von Ausstellungen und Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

20-jähriges Jubiläum Museum Rade, Rolf Italiaander (li.) erhält Reinbeker Zinnteller von Reinbeks Bürgermeister Manfred Neumann, 1990

Persönlichkeiten

Rolf Bruno Maximilian Italiaander GND: 11855610X
Hans Ludwig Spegg GND: 1220380253

Links

Artikel "Museum Rade" auf der Website der Kreisverwaltung Stormarn: https://www.kreis-stormarn.de/freizeit-und-tourismus/museen/index.html (Zugriff am 03.08.2026)
Zur Sammlung Italiaander im Schloss Reinbek: https://sammlung-italiaander.de/ (Zugriff am 03.08.2026)

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Museum Rade school 53.5071350000 10.2521160000

Name

Museum Rade am Schloss Reinbek

Sitz

Schloßstraße 4, 21465 Reinbek

GPS-Standort

53° 30' 25'' N, 10° 15' 7'' O

Gründungsdatum

12.09.1970

Auflösungsdatum

2018

Träger

Stiftung Sammlung Rolf Italiaander/ Hans Spegg

Literatur

  • Völksen, Horst : Das Museum Rade und sein Gründer Rolf Italiaander. 2016, In: Jahrbuch für den Kreis Stormarn ..., Großhansdorf: ProFunda-Verl., 1983, 35(2017), Seite 197-201, GVK: 875036163
  • Italiaander, Rolf : 20 Jahre Museum Rade. Reinbek, Ed. Museum Rade am Schloss Reinbek 1990, GVK: 042536421
  • Gröwer, Karin : Studie: Zukunftssicherung der Stormarner Museumslandschaft. Bad Oldesloe, 2001, GVK: 897257073

Weitere Literatur