Lage
Das Kanzleigut Silk grenzte im Nordwesten an das Dorf Schönningstedt, im Norden an das Dorf Ohe, jenseits der Bille im Osten und Süden an das Dorf Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) und im Süden und Westen an das Dorf Reinbek.
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Das Kanzleigut Silk war eines von vier Kanzleigütern in Stormarn.
Das Kanzleigut Silk grenzte im Nordwesten an das Dorf Schönningstedt, im Norden an das Dorf Ohe, jenseits der Bille im Osten und Süden an das Dorf Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) und im Süden und Westen an das Dorf Reinbek.
Der Gutshof war arrondiert. Zum Gut gehörte außerdem eine Erbpachthufe im Dorf Schönningstedt.
Das Kanzleigut Silk geht auf den Hof Neuhaus zurück. Diesen ließ der Reinbeker Amtsschreiber Jost Varendorf nach 1608 östlich von Schönningstedt errichten, nachdem Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf ihm die Übernahme einer überschuldeten Hufe bewilligt hatte. Neuhaus war von nahezu allen Abgaben befreit.
Als der Lüneburger Amtmann Barthold Kahrstette(n) 1631 den Besitz erwarb, beurkundete Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf erstmals den Namen Silk. 1634 wurde die Braugerechtigkeit gewährt. 1720 erhielt der neue Eigentümer Hinrich Lutterloh außer den bisherigen Privilegien die Jagdfreiheit und die Zivilgerichtsbarkeit über die Gutsangehörigen.
1765 kaufte Eleonore Artemise Henry de Cheusses das Gut. Auf ihr Gesuch wurde Silk von der Verwaltung durch das Amt Reinbek getrennt und als Kanzleigut direkt der landesherrlichen Justizkanzlei in Kiel unterstellt. Zu dieser Zeit gab es ein villenartiges Herrenhaus mit Garten und einen von einer Lindenallee gesäumten Park.
Zahlreiche Eigentümerwechsel folgten, ehe Christian Paschen von Cossel 1819 das Kanzleigut übernahm. Er verzichtete auf die bisherige Weidegerechtigkeit an der Schönningstedter Gemeinweide und erhielt dafür weiteren Landbesitz durch die Zuteilung von Ländereien am Hammelsberg.
Nach zwei weiteren Besitzern erwarb Carl Edmund Georg von Alten 1839 das Gut. Nach dem Übergang der Herzogtümer an Preußen entstand aus dem Kanzleigut der Gutsbezirk Silk.
Gutsherren: | |
| Carl Edmund Georg von Alten | ab 1839 |
| Christian Paschen von Cossel | ab 1819 |
| Eleonore Artemise Henry de Cheusses | 1765–1786 |
| Jahr: | Einwohner: |
| 1867 | 42 |
| 1855 | 58 |
| 1845 | 71 |
Im Kanzleigut dominierten Ackerbau sowie Vieh- und Schafwirtschaft. Die Teiche und die Bille dienten der Fischwirtschaft. Hinzu kamen eine Ziegelei, eine Gastwirtschaft und etwas Landhandwerk.
Im Norden des Kanzleiguts verlief die Landstraße von Schönningstedt nach Aumühle.
Das Kanzleigut Silk war Teil des Reinbeker Schuldistrikts.
Die Einwohner gehörten zum Kirchspiel Kirchsteinbek.
Als Sehenswürdigkeit galten die Lindenreihen eines im 18. Jh. angelegten Gutsparks am Hof.
Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf GND: 102032491
Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf GND: 12112357X
Zur Geschichte des Gutes Silk: www.reinbeker-geschichten.de/Silk-ein-kanzleigut-an-der-Bille (Zugriff am 10.07.2025)
Kreis Stormarn
ca. 1765
1867