Gutsbezirk Wulksfelde

Der Gutsbezirk Wulksfelde war eine von zunächst 19 preußischen Verwaltungseinheiten, die ab 1867 aus den bisherigen Adligen, Lübschen und Kanzleigütern gebildet wurden.

Lage

An den Gutsbezirk Wulksfelde grenzten im Nordwesten der Gutsbezirk Tangstedt und die Landgemeinde Tangstedt an, im Nordosten die Landgemeinde Wulksfelde, im Südosten die hamburgische Walddörfer-Gemeinde Wohldorf und im Süden die Landgemeinde Duvenstedt.

Ortsgliederung

Der Gutsbezirk bestand aus dem Gut Wulksfelde und dem Meierhof Rethfurt mit ihren jeweils zugehörigen Wirtschaftsflächen. Rund 145,5 Hektar der Flächen lagen als Exklaven in der Landgemeinde Wulksfelde.

Geschichte

Der Gutsbezirk Wulksfelde entstand nach der Neuordnung der Verwaltung durch Preußen aus dem ehemaligen Adligen Gut Wulksfelde, aber ohne dessen bisherigen Gutsdörfer Rade und Wiemerskamp mit den Landstellen in Ehlersberg und weiteren Einzelstellen. Diese wurden zur Landgemeinde Wulksfelde zusammengelegt.

Am 01.10.1889 wurde der Gutsbezirk in den neuerrichteten Amtsbezirk Tangstedt eingegliedert.

Mit Wirkung zum 30. September 1928 wurde er aufgelöst und Teil der erweiterten Landgemeinde Wulksfelde.

Politik und Verwaltung

Gutsvorsteher:
Karl Jakobi (Gutspächter) 1908

Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung

Jahr: Einwohner:
1925 131
1908 109
1871 98
1867 119

Wirtschaft

Neben dem landwirtschaftlichen Gutsbetrieb wurden bis circa 1875 eine Ziegelei, eine Glashütte, eine Brauerei und Schnapsbrennerei betrieben.

Infrastruktur

Die Landstraße nach Hamburg über Duvenstedt und Fuhlsbüttel führte direkt am Gut vorbei. Die alte Hauptlandstraße (Chaussee) von Segeberg über Ochsenzoll nach Hamburg und Altona lag gut einen Kilometer westlich des Hofes.

Kultur, Bildung und Sport

Die für den Gutsbezirk zuständige Schule lag im Ortsteil Rade der Landgemeinde Wulksfelde.

Sehenswürdigkeiten

Das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Herrenhaus Wulksfelde dominiert den axial ausgerichteten Gutshof.

Persönlichkeiten

Karl Jakobi

Vorgänger

Nachfolger

14 400
Gutsbezirk Wulksfelde location_city 53.7182180000 10.1139380000

Bundesland

Schleswig-Holstein

Kreis / Kreisfreie Städte

Stormarn

GPS-Standort

53° 43' 5'' N, 10° 6' 50'' O

Fläche

5,71 km2

Ersterwähnung / Gründung

um 1868

Auflösungsdatum

30.09.1928

Einwohnerzahl

131

Bevölkerungsdichte

22,94 Einwohner / km2

Vorgänger

Landgemeinde Wulksfelde: Vorgänger

Amtsbezirk Tangstedt: Gutsbezirke

Literatur

  • Axel Lohr: Die Geschichte des Gutes Wulksfelde seit 1771. Hamburg, Selbsverlag des Alstervereins 2010, In: Jahrbuch des Alstervereins 2010, GVK: 641 328 001
  • Oldekop, Henning: Topographie des Herzogtums Holstein einschließlich Kreis Herzogtum Lauenburg, Fürstentum Lübeck, Enklaven (8) der freien und Hansestadt Lübeck, Enklaven (4) der freien und Hansestadt Hamburg. Kiel, Lipsius & Tischer 1908, GVK: 040708799
  • Geschichte Schleswig-Holsteins von den Anfängen bis zur Gegenwart. Neumünster, Wachholtz 2003, GVK: 371860814

Weitere Literatur