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Friedel Ahrens

Friedel Ahrens wirkte in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg als SPD-Kommunalpolitikerin in Reinbek und im Kreis Stormarn.

Ausbildung

Nach Absolvierung der Volks- und Handelsschule ließ sich Friedel Ahrens in Geestemünde (ab 1924 Wesermünde, heute Bremerhaven) zur Kontoristin ausbilden.

Akte von Friedel Ahrens über die Anerkennung als politisch Verfolgte, 1949-1958

Lebenslauf

Friedel Ahrens wurde am 10.03.1908 in Lehe (heute Bremerhaven) in eine sozialdemokratische Familie geboren. 1911-1923 verbrachte sie Kindheit und Jugend mit ihrer Familie in Hamburg. Danach lebte sie bis 1928 in Geestemünde/Wesermünde, um anschließend nach Hamburg zurückzukehren. Friedel Ahrens heiratete am 16.05.1936 den Sozialdemokraten Bernhard Ahrens. Mit ihren beiden Kindern lebten sie zwischenzeitlich in Heilbronn, um politischer Verfolgung durch den NS-Staat auszuweichen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Familie im Sommer 1943 beim Luftangriff auf Hamburg („Operation Gomorrha“) ausgebombt. Friedel Ahrens zog daraufhin mit ihrer Familie nach Reinbek. Aufgrund ihrer Tätigkeit für die SPD und der Verfolgung während der NS-Zeit wurde sie am 29.09.1949 vom Kreissonderhilfsausschuss Stormarn als politisch Verfolgte anerkannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zeitweilig als Sekretärin tätig. 1970 erkrankte sie schwer, erholte sich jedoch wieder.

Friedel Ahrens als Vorsitzende des Kreisjugendausschusses beim 10-jährigen Jubiläum des Kreisjugendheims Lütjensee, 1958
Friedel Ahrens bei der Einweihung des Stadions am Mühlenredder Reinbek, 1962

Werk/Aktivitäten

Nach dem Eintritt in die Sozialistische Arbeiterjugend (1922) und in die SPD (1926) übernahm Friedel Ahrens in Wesermünde für die Partei das Amt der lokalen Hauptkassiererin. Ab 1928 arbeitete sie im Büro der Hamburger Sozialistischen Arbeiterjugend. Am 09.05.1933 wurde sie mit anderen Kolleginnen wegen angeblicher Veruntreuung staatlicher Gelder verhaftet. Sie verbrachte neun Wochen in Untersuchungs- und Schutzhaft. Das Verfahren gegen sie wurde anschließend eingestellt. Während der nationalsozialistischen Diktatur agierte sie in der Illegalität für die inzwischen verbotene SPD.

Nach dem Ende von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg war sie 1948-1966 Mitglied im Stormarner Kreistag. Dort wirkte sie u. a. im Kreisausschuss sowie im Schul- und Kulturausschuss. In dieser Zeit organisierte sie die ersten Kreiskulturwochen in Stormarn. 1951 rückte sie für ihren Ehemann in die Gemeindevertretung von Reinbek nach. 1952-1974 saß sie im Magistrat der nunmehrigen Stadt Reinbek und war 1955-1966 Leiterin des SPD-Ortsvereins. 1974 zog sich Friedel Ahrens aus der Politik zurück.

Bedeutung

Friedel Ahrens zählte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den prägenden politischen Persönlichkeiten in Stormarn. Darüber hinaus gehört sie zu den Pionierinnen weiblicher Kommunalpolitik im Kreis.

Ehrenämter

Nach 1974 engagierte sich Friedel Ahrens in der Seniorenarbeit der Reinbeker Arbeiterwohlfahrt.

Ehrungen und Preise

1990: Bundesverdienstkreuz am Band

1998: Ehrenbürgerschaft der Stadt Reinbek

Persönlichkeiten

Bernhard Ahrens GND: 1058750488

Links

Biografie von Friedel Ahrens: https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Friedel_Ahrens (Zugriff am 10.09.2026)

Familienname

Ahrens

Geburtsname

Felst

vollständige Vornamen

Elfriede

Rufname

Friedel

Geburtsdatum

10.03.1908

Geburtsort

Lehe (heute Bremerhaven)

Sterbedatum

14.11.2001

Sterbeort

Reinbek

Geschlecht

weiblich

Berufe

Hauptkassiererin, Sekretärin

Funktionen, Rang

Kreistagsabgeordnete, Gemeindevertreterin, Mitglied im Magistrat der Stadt Reinbek

Ehe-/Lebenspartner

Bernhard Ahrens

Kinder

Zwei Kinder

Kreistag 1948-1951: Mitglieder

Kreisausschuss 1948-1951: Mitglieder

Kulturausschuss 1948-1951: Mitglieder

Sozial- und Gesundheitsausschuss 1948-1951: Mitglieder

Kreistag 1951-1955: Mitglieder

Kreisausschuss 1951-1955: Mitglieder

Kulturausschuss 1951-1955: Mitglieder

Jugendpflegeausschuss 1951-1955: Mitglieder

Kreistag 1955-1959: Mitglieder

Jugendpflegeausschuss 1955: Mitglieder

Jugendwohlfahrtsausschuss 1955-1959: Mitglieder

Kreistag 1959-1962: Mitglieder

Kreisausschuss 1959-1962: Mitglieder

Schul- und Kulturausschuss 1959-1962: Mitglieder

Jugendwohlfahrtsausschuss 1959-1962: Mitglieder

Kreistag 1962-1966: Mitglieder

Kreistag 1962-1966: Mitglieder

Kreisausschuss 1962-1966: Mitglieder

Jugendwohlfahrtsausschuss 1962-1966: Mitglieder

Literatur von der Person

  • Ahrens, Friedel : Jugendarbeit in Reinbek. In: Festschrift zur 725-Jahrfeier von Reinbek, Reinbek am Sachsenwalde, 1963, (1963), Seite 222-223, GVK: 1010302841

Literatur

  • Gesellschaft für Politik und Bildung Schleswig-Holstein : Themenband 125 Jahre Sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Schleswig-Holstein. Kiel, Neuer Malik Verl. 1988, GVK: 1689868082

Weitere Literatur