Amt Bad Oldesloe-Land

Das Amt Bad Oldesloe-Land ist eines von fünf Ämtern im Kreis Stormarn. Seine neun Gemeinden liegen im Umfeld der Flüsse Barnitz, Beste und Trave.

Lage

Das Amtsgebiet liegt im mittleren Kreis Stormarn und umschließt großenteils die Kreisstadt Bad Oldesloe. Im Norden grenzt es an den Kreis Segeberg, im Osten an den Kreis Herzogtum Lauenburg und das Amt Nordstormarn, im Süden an das Amt Trittau und im Westen an das Amt Bargteheide-Land.

Ortsgliederung

Das Amt umfasst die neun Gemeinden Grabau, Lasbek, Meddewade, Neritz, Pölitz, Rethwisch, Rümpel, Steinburg und Travenbrück.

Geschichte

Das Amt Bad Oldesloe-Land wurde 1948 nach Auflösung der Amtsbezirke errichtet. Vom Amtsbezirk Rethwisch kamen die Gemeinden Meddewade, Rethwisch, Rethwischfeld und Sehmsdorf, vom Amtsbezirk Rümpel die Gemeinden Pölitz, Rohlfshagen, Rümpel und Schulenburg sowie vom Amtsbezirk Tralau die Gemeinden Grabau, Neritz, Tralau, Schlamersdorf und Sühlen. Sitz der Amtsverwaltung ist Bad Oldesloe, das dem Amt nicht angehört.

Am 01.04.1970 bildete sich aus Schlamersdorf und Sühlen die neue Gemeinde Travenberg. Rethwischfeld wurde am 01.01.1972 und Sehmsdorf am 01.07.1976 nach Bad Oldesloe eingemeindet und schieden aus dem Amt aus. Am 01.02.1974 schlossen sich Barkhorst, Lasbek-Dorf und Lasbek-Gut zur Gemeinde Lasbek zusammen.

Am 01.04.1974 übernahm das Amt Bad Oldesloe-Land die Gemeinden Eichede, Lasbek, Mollhagen und Sprenge des aufgelösten Amtes Mollhagen.

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung erfolgten weitere Zusammenschlüsse von Gemeinden. So kam Schulenburg am 01.01.1976 zur Gemeinde Pölitz und Rohlfshagen am 01.01.1978 zur Gemeinde Rümpel, Travenberg und Tralau bildeten die neue Gemeinde Travenbrück, und aus Eichede, Mollhagen und Sprenge entstand die neue Gemeinde Steinburg.

Politik und Verwaltung

Amtmann (seit 1966 Amtsvorsteher):
Martin Beck seit 2018
Peter Lengfeld 2003-2018
Joachim Stapelfeld 1998-2003
Rainer Westphal 1994-1998
Erich Reimers 1982-1994
Horst Böttger 1974-1982
Fritz Krasmann 1970-1974
Hans Hagen 1964-1970
Heinrich Wolgast 1952-1964
Robert Külls 1948-1952
Amtsschreiber (seit 1966 leitende Verwaltungsbeamte):
Steffen Mielczarek seit 2011
Bernd Sulimma 1998-2011
Jürgen Redelin 1979-1998
Hermann Leinius1961-1979
Franz Müller 1948-1961

Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung

Jahr: Einwohner:
2019 11534
2010 11080
2000 10788
1990 8972
1983 8985
1979 8677
1960 5743
1948 9010

Wirtschaft

Die Dörfer im Amtsgebiet sind überwiegend Wohngemeinden. Dennoch gibt es neben wenigen großen landwirtschaftlichen Betrieben in allen Gemeinden kleine oder mittlere Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.

Infrastruktur

Die Verkehrsanbindung ist durch die Bundesautobahnen A 1 und A 21 mit dem Bargteheider Kreuz gewährleistet. Die Bundesstraße 75 durchquert von Neritz in nordöstlicher Richtung das Amtsgebiet über Bad Oldesloe nach Reinfeld und Lübeck. Die Bundesstraße 208 verläuft an Rethwisch vorbei Richtung Ratzeburg. Im Süden tangiert die Bundesstraße 404 Steinburg. Das Amtsgebiet ist an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) angeschlossen. Einen Übergang zum Regionalverkehr bieten Bahnhöfe in Bargteheide, Bad Oldesloe und Reinfeld.

Die Wasserversorgung des Amtsgebietes wird durch die Wasserbeschaffungsverbände Bad Oldesloe-Land und Reinfeld-Land sowie die Vereinigten Stadtwerke GmbH Bad Oldesloe gewährleistet.

Die Amtsfeuerwehr Bad Oldesloe-Land umfasst 16 Gemeinde- und Ortswehren sowie drei Jugendfeuerwehren.

Volks- und Schützenfest in Sprenge, 1976

Kultur, Bildung und Sport

Das Kloster Nütschau ist zugleich Begegnungs- und Bildungsstätte.

In den Gemeinden sind Kindergärten und Kindertagespflegestellen vorhanden bzw. die Betreuung erfolgt in der jeweiligen Nachbargemeinde.

Die Gemeinde Steinburg ist Mitglied im Schulverband Mollhagen mit einer Grundschule. Die übrigen acht Gemeinden sind Mitglied im Schulverband Bad Oldesloe (Schule am Masurenweg, Grund- und Gemeinschaftsschule). Weiterführende Schulen befinden sich in Bad Oldesloe und Bargteheide.

Die Feuerwehren, zehn Sport- und vier Reitvereine sowie der Schützenverein Sprenge und Umgegend e. V. von 1900 bieten in den Gemeinden vielfältige sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen an. Die 1. Herrenmannschaft der Fußballabteilung des Sportvereins Eichede von 1947 e. V. spielt in der Oberliga von Schleswig-Holstein.

Luftbild der Kirche in Eichede, 2020

Sehenswürdigkeiten

Im Amtsgebiet liegen die denkmalgeschützten Herrenhäuser Grabau, Höltenklinken, Krummbek, Nütschau, Tralau und Treuholz sowie das Gutshaus Neverstaven. Sehenswert sind die Granitquaderbrücke über die Barnitz bei Pölitz, das bronzezeitliche Grabauer Gräberfeld und der Findlingsgarten, die Schlossstraße und Wassermühle Nütschau. Die 1757 errichtete Fachwerkkirche in Eichede bildet den Mittelpunkt des Dorfangers.

Heraldische Wappenbeschreibung (Blasonierung)

"In Grün ein silberner Wellengöpel. In den drei Winkeln je drei goldene Ähren, zwei zu eins, zwei zu eins und eins zu zwei gestellt."

Wappenerläuterung

Das Amtswappen des Barsbütteler Grafikers Hans Frieder Kühne wurde am 06.03.2000 genehmigt. Im Bereich Bad Oldesloe, dem Sitz der Amtsverwaltung, vereinigen sich die Flüsse Barnitz, Beste und Trave. Die neun amtsangehörigen Gemeinden haben den ländlichen Charakter erhalten. Darauf weisen die neun Ähren hin.

14 400
Amt Bad Oldesloe-Land location_city 53.8092080000 10.3882150000

Bundesland

Schleswig-Holstein

Kreis / Kreisfreie Städte

Kreis Stormarn

Postleitzahl

23847

Vorwahl

04531

Gemeindekennschlüssel

01 0 62 5207

Verwaltungssitz

Louise-Zietz-Straße 4, 23843 Bad Oldesloe

GPS-Standort

53° 48' 33'' N, 10° 23' 17'' O

Fläche

121,79 km2

Ersterwähnung / Gründung

09.03.1948

Politischer Repräsentant

Amtsvorsteher Martin Beck

Verwaltungsleitung

Leitender Verwaltungsbeamter Steffen Mielczarek

Einwohnerzahl

11599

Bevölkerungsdichte

94,15 Einwohner / km2

Gemeinden