Werk/Aktivitäten
Nach dem Tod von Friedrich I. trieb Adolfs Halbbruder Christian III. von Dänemark ab 1542 die Teilung der Herzogtümer Schleswig und Holstein voran. Auf dem Landtag zu Rendsburg kam es mit der Landesteilung 1544 zur Bildung dreier unzusammenhängender Gebiete. Adolf wählte als Stammsitz Schloss Gottorf und neben Besitzungen in Schleswig auch die holsteinischen Ämter Kiel, Neumünster, Oldenburg, Cismar, Reinbek, Trittau sowie die Stadt Neustadt. Die Adligen Güter und Klöster standen unter gemeinschaftlicher Regierung der Brüder.
Um die mit der Landesteilung übernommenen Verpflichtungen zu bedienen, stand er 1547-1553 in Diensten Karls V. von Habsburg. Ab 1556 war er für dessen Sohn Philipp II. von Spanien als Ratgeber tätig sowie 1568 und 1572 Reiterführer für den Statthalter der Spanischen Niederlande, Fernando Álvarez de Toledo.
Zu einer ersten Vergrößerung von Adolfs Territorium kam es 1556, als er das Erbe der geistlichen Besitzungen seines jüngsten Bruders Friedrich von Schleswig-Holstein antrat. 1559 eroberte er mit seinem Bruder Johann von Schleswig-Holstein-Hadersleben und seinem Neffen Friedrich II. von Dänemark Dithmarschen, dessen Nordteil er fortan regierte.
1571 erwarb er die nun als Amt geführte lauenburgische Vogtei Tremsbüttel u. a. mit den Dörfern Bargteheide, Delingsdorf, Fischbek, Hammoor, Rahlstedt und Tangstedt als Pfand. 1574/75 kam auch das Amt Steinhorst hinzu.
Im Zuge der Reformation hatte Adolf ab 1558 Anspruch auf die Dörfer des Hamburger Domkapitels erhoben. In einem Vergleich vor dem Reichskammergericht erhielt er 1576 Barsbüttel, Bergstedt, Großensee, Hoisdorf, Kronshorst, Lütjensee, Meiendorf, Papendorf, Oststeinbek, Sasel, Sprenge, Stemwarde, Todendorf und Willinghusen auf 50 Jahre gegen jährliche Abgaben zugesprochen. Ein von Adolf 1562 angestrengter Prozess um die lauenburgischen Besitzungen des aufgelösten Klosters Reinbek verlief ergebnislos.
Aus dem Erbe seines Bruders Johann erweiterte er sein Territorium 1580/81 erneut.
Innenpolitisch reformierte Adolf die Verwaltung, Rechnungsführung und das Rechtswesen. Er teilte Hof- und Staatsverwaltung und stellte bürgerliche Akademiker wie den Juristen und Lehnsherren des Adligen Gutes Wandsbek Adam Tratziger ein. Der Einfluss adliger Familien blieb allerdings bestehen. Mit Heinrich Rantzau war Adolf bereits durch die gemeinsame Tätigkeit am Hof Karls V. bekannt. Weitere Mitglieder der verzweigten Familie Rantzau setzte er als Amtmänner ein, z. B. Daniel Rantzau in dem verpfändeten hildesheimischen Amt Peine.
Neben der Erweiterung des Schlosses Gottorf und der Fortführung des Schlossbaus in Kiel ließ Adolf Neubauten in Husum und Tönning errichten. Auf dem Gelände des Klosters Reinbek initiierte er 1572 den Bau von Schloss Reinbek mitsamt Schlosspark im Stil der niederländischen Renaissance. Die Anlage diente allein repräsentativen Zwecken und verzichtete als erster herrschaftlicher Bau in Schleswig-Holstein auf militärische Schutzvorrichtungen. Adolf verbrachte regelmäßig den Sommer in dieser Nebenresidenz. In den 1570er-Jahren ließ er die Burg Trittau zum Schloss umbauen.